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Pressedienst

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Montag, 18. Dezember 2006

Kultur
Hochschule für Kirchenmusik in Aachen wird geschlossen
Balzer: Bistum Trier kooperiert mit Hochschule für Musik Saar

Aachen/Trier – Die Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius in Aachen wird zum 31. März 2007 ihren Betrieb einstellen. Das haben die Träger der Hochschule, die Diözesen Aachen, Essen, Köln und Trier am 17. Dezember bekannt gegeben. Die Träger betonten, dass sie den Schritt bedauerten, jedoch keine Alternative zur Schließung sähen. Die schwierige wirtschaftliche Situation der Bistümer zwinge sie dazu, die finanzielle Unterstützung einzustellen, erklärten die Gesellschafter.

Matthias Balzer, verantwortlich für die Kirchenmusik im Bistum Trier, wies angesichts der Schließung darauf hin, dass die Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius in Aachen auch für angehende A- bzw. B- Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker aus dem Bistum neben der Hochschule für Musik Saar die am stärksten frequentierte Ausbildungsstätte gewesen sei. Zahlreiche Absolventen seien auch heute noch im Bistum Trier tätig. Da sich das Bistum auch weiterhin in der Hochschulausbildung für Kirchenmusiker engagieren wolle, sei eine enge Kooperation mit der Hochschule für Musik Saar geplant. Diese solle vor allem die praxisnahen Elemente der Ausbildung fördern und unterstützen.

Im Jahr 2000 wurde aus der Kirchenmusikschule St. Gregorius-Haus die Katholische Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius zu Aachen. Die Geschichte des Gregoriushauses geht zurück auf das Jahr 1881. Die Ausbildungsstätte diente mehr als 125 Jahre als Ausbildungsstätte für Organisten, Chorleiter und Kantoren. In diesem Zeitraum vermittelte sie 2.500 Studentinnen und Studenten die kirchenmusikalischen Berufsqualifikationen. Nach Regensburg wurde Aachen weltweit zum Vorbild „des Pontificio Institutio di Musica Sacra", der Päpstlichen Kirchenmusikhochschule in Rom, die 1911 ihren Lehrbetrieb aufnahm.

Aachens Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff würdigte die Aufbauleistung des Gründungsdirektors der Hochschule, Professor Matthias Kreuels, und seiner Professoren und Dozenten. Ihnen sei es zu verdanken, dass die Hochschule für Kirchenmusik kirchliche und staatliche Anerkennung erlangte und zunehmend Kooperationspartner in den benachbarten Bistümern der Niederlande, Belgien, Luxemburgs und Frankreichs fand. In den sechs Jahren ihres Bestehens habe die Kirchenmusikhochschule eine breite künstlerische Ausbildung gewährleistet. Die qualifizierte Ausbildung habe dazu beigetragen, dass Kinder- und Erwachsenenchöre immer mehr begeisterte Sängerinnen und Sänger gefunden hätten, sagte Mussinghoff. Zahlreiche Workshops in allen Ausbildungsgängen zeugten von einer vitalen und intensiven Hochschularbeit. Die Schließung der Hochschule zu veranlassen, sei eine schmerzliche Entscheidung gewesen, betonte der Bischof.




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