Offizielle Internet-Präsentation des Bistums Trier

Menü überspringen

Zusatzmenü:



Archiv Bischöfliche Pressestelle


Bereichsuntermenü:

 

Contentbereich:

Pressedienst

Pressedienst

Montag, 25. August 2008

Weltkirche
Alcides Mendoza Castro ist seit 50 Jahre Bischof
Emeritierter peruanischer Erzbischof feierte goldenes Jubiläum in Neuwied
Pater Ruwino, Dechant Klemens Hombach, Dompropst Werner Rössel, Erzbischof Alcides Mendoza Castro, Pfarrer Stephan Augst, Pfarrer Benno Wiederstein, Pfarrer Dr. Heinrich Lillig und Pfarrer Norbert Kohns (vlnr) feiern das Goldene Bischofsjubiläum.
Pater Ruwino, Dechant Klemens Hombach, Dompropst Werner Rössel, Erzbischof Alcides Mendoza Castro, Pfarrer Stephan Augst, Pfarrer Benno Wiederstein, Pfarrer Dr. Heinrich Lillig und Pfarrer Norbert Kohns (vlnr) feiern das Goldene Bischofsjubiläum.
Neuwied – Ein wohl einmaliges Ereignis in der Weltkirche wurde am 24. August in Neuwied gefeiert: der emeritierte Erzbischof von Cusco (Peru), Alcides Mendoza Castro, konnte in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Neuwied-Irlich sein 50-jähriges Bischofsjubiläum mit einem Festgottesdienst begehen. Mit der Pfarreiengemeinschaft Irlich und Feldkirchen verbindet den Erzbischof eine langjährige Freundschaft. Pfarrer Stephan Augst begrüßte den Erzbischof „voll Freude und Dankbarkeit“ und hieß Gäste aus nah und fern willkommen: „Wir danken Gott, dass uns die Gnade geschenkt wurde, dieses Fest zu feiern.“ Er erinnerte daran, dass der Kontakt zum Erzbischof über das Neuwieder Ehepaar Saxler entstanden sei. Franz Saxler ist Ehrenpräsident des Vereins für blinde und sehbehinderte Kinder, mit dessen Hilfe 1995 die erste und einzige Blindenschule in Peru gebaut werden konnte, eines der vielen sozialen Projekte des Erzbischofs. Augst wies darauf hin, dass Schüler der Blindenschule in Neuwied Bilder und Kerzen für den Gottesdienst gestaltet hätten. Er bezeichnete den Gottesdienst als einen Höhepunkt seines priesterlichen Lebens: „Diesen Bischof der Armen, Kranken und an den Rand Gedrängten zum Freund zu haben, ist ein Geschenk Gottes.“ Beim Gottesdienst konzelebrierten Dompropst Werner Rössel (Trier), Dechant Klemens Hombach, Pfarrer Dr. Heinrich Lillig, Pfarrer Norbert Kohns (Neuwied-Niederbiber), Pfarrer Benno Wiederstein (Koblenz-Karthause) und Pater Ruwino (Cusco).

Dompropst Werner Rössel gratulierte dem einst jüngsten Bischof der Welt persönlich und im Namen des Bistums Trier. Rössel bezog sich in der Festpredigt auf das Bild aus dem Evangelium „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“ und sagte, die Biographie des Bischof sei ein Bestätigung dieses Satzes. Es habe Mächte gegeben, die gegen das Evangelium gestanden hätten und gegen den Bischof angestürmt seien, die aber keinen Sieg davongetragen hätten. Rössel warnte davor, das Bild zu missdeuten in Sinne einer unwandelbaren und unbedrohbaren Kirche. „Wie oft musste der Erzbischof sich wandeln, neues lernen?“, fragte Rössel und erinnerte an die Tagung der lateinamerikanischen Bischöfe vor 40 Jahren in Medellín, die als Aufbruch und als Hinwendung der Kirche zu den Armen gelte. „Die alte europäische Kirche wurde reich beschenkt und hat gelernt“, betonte Rössel. Umdenken sei ein Lebensgesetz, Stehen bleiben bedeute Rückschritt. „Der Mensch bleibt lebensfähig, weil er sich bewegen kann.“ Auch die Kirche sei keine fertige Größe. Rössel erwähnte das vielfältige soziale Engagement des Erzbischofs und betonte, es käme darauf an, auf die Grundlagen zu schauen: „Der auferstandene Christus ist der Herr der Kirche, durch ihn finden wir aus der Vereinzelung heraus zu den Brüdern und Schwestern.“ Gott schenke sich den Menschen mittelbar, durch seinen Sohn, durch die Heilige Schrift, durch die Kirche und ihre Sakramente und durch die Bischöfe und Priester. „Indem wir diesen Weg der Mittel gehen, leben wir in Beziehung zu Gott, der uns leitet und prägt.“ Diesen Weg zu gehen bedeute ein Ziel zu haben: „Gott alles in allem“. So sei der 50-jährige bischöfliche Dienst von Alcides Mendoza Castro ein Weg mit Höhen und Tiefen, mit Licht und Schatten, eingebettet in den kirchlichen Dienst, gewesen.

Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende von Irlich Jutta Oster würdigte Mendoza Castro als Freund: „Er ist trotz des hohen Amtes immer Mensch geblieben und hat nie den Bezug zur Basis verloren.“ Sie sicherte weiterhin die Unterstützung der Pfarrei für die sozialen Projekte des Erzbischofs zu.

Erzbischof Alcides Mendoza Castro dankte sichtlich bewegt für den Gottesdienst und die Gratulationen und sagte, er habe 1960 bei seinem ersten Besuch in Deutschland hier „seine deutsche Familie“ gefunden.

Nach dem Festgottesdienst überraschten Kinder aus der Pfarreiengemeinschaft den Erzbischof mit 150 Luftballons und seinem Lieblingslied „Alle Vögel sind schon da“. Anschließend gab es einen Empfang in der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte Neuwied, der von den Ortsvereinen mitgestaltet wurde und bei dem die Gäste Gelegenheit zur Gratulation und zur Begegnung mit Mendoza Castro hatten.





Diese Seite erreichen Sie unter: https://www.bistum-trier.de/goto/?7:55332