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Pressedienst

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Mittwoch, 9. Mai 2012

Heilig Rock-Wallfahrt
Schnitzeljagd auf bolivianisch
Schüler lernen beim Geocachen etwas über die Bolivienpartnerschaft

Schnitzeljagd 2012: auf der Suche nach der richtigen Himmelsrichtung.
Trier – „Osten? Weiß jemand wo Osten ist?“ Svea Schroeder blickt fragend in die Runde. Doch ihre Mitschüler schauen ebenso fragend zurück. „Ah, da ist der Pfeil. Wir müssen nach links“, ergänzt die 16-Jährige nach einem erneuten Blick auf das GPS-Gerät in ihrer Hand. Die 30 Schüler des Deutsch-Französischen Gymnasiums (DFG) in Saarbrücken haben aus dem umfangreichen Programm, das in der Kirche der Jugend St. Paulus angeboten wird, das Geocachen für ihren Tagesausflug mit Religionslehrerin Petra Forster ausgewählt. Der neue Trendsport ist eine Art moderne Schnitzeljagd. Das Wort kommt vom englischen „to cache“, was so viel bedeutet wie „etwas verstecken“. Der Geocacher muss Rätselfragen lösen, um an die Koordinaten zu gelangen, die zur nächsten Station führen. So hangelt er sich von Station zu Station, bis er am Ende den Schatz findet. Der Geocache „amistad“ wurde vom Referat für Bolivienpartnerschaft und Entwicklungspolitik des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) entworfen. Inhaltlich ranken sich die Rätselfragen um Bolivien und die Bolivienpartnerschaft.

„Viel Glück“, ruft Simone Kemp den kleinen Gruppen hinterher, die sie zeitversetzt an der Kirche der Jugend starten lässt. Die 20-Jährige ist Freiwillige in der Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Trier. Doch Svea Schroeder legt die Stirn in Falten. Irgendetwas stimmt nicht mit diesem GPS-Gerät. Alle anderen Gruppen sind in die entgegengesetzte Richtung gestartet. Sie tippt die Koordinaten der ersten Station neu ein: N 49° 45.479, E 006° 38.392. Und die Gruppe setzt sich wieder in Bewegung. „Wenn wir den Weg nicht finden, rufen wir einfach eine andere Gruppe an und fragen, wo wir hin müssen“, beruhigt eine Schülerin. An der nächsten Straßenkreuzung gibt es erneut Probleme: Der Pfeil zeigt wieder zurück zur Kirche. „Wir sollen ganz bestimmt nicht im Kreis laufen!“ Paulina Köhler studiert noch einmal den Anleitungsbogen und hat plötzlich die rettende Idee: „Wir müssen das GPS-Gerät waagerecht halten!“ Das war der entscheidende Hinweis. Jetzt kann es wirklich losgehen.


Wie viele Einwohner hat Bolivien?

Wenig später kommt auch schon die erste Station in Sicht. Auf dem Spielplatz wird gerätselt: Wie viele Einwohner hat Bolivien? Wie lange gibt es die Partnerschaft zwischen dem Bistum Trier und Bolivien schon? Was bedeutet amistad? Die richtigen Antworten ergeben die Koordinaten für die nächste Station. Die Schüler lernen, dass ein Drittel der Bevölkerung Boliviens unter 15 Jahre alt ist und dass in Bolivien das Leichtmetall Lithium, ein wichtiger Bestandteil von Handy-Akkus, abgebaut wird.

Auf dem Weg zur nächsten Station kommt der Gruppe ein Schüler aus Richtung Innenstadt entgegen. Er hält eine Tüte mit dem Logo einer Fastfood-Kette in der Hand. „Das GPS-Gerät hat uns direkt in den Laden geführt. Das war so einprogrammiert“, sagt er mit einem nicht ganz ernst gemeinten Unterton und grinst. Gestärkt kann er die Tour mit seiner Gruppe fortsetzen.

Die Schüler folgen den Anweisungen des GPS-Gerätes. Nach 30 Minuten und einem kleinen Parcours durch die Trierer Innenstadt haben sie die letzte Station erreicht. Dort heißt es suchen. In einer kleinen Box finden sie den Schatz: Armbänder mit dem Logo der Bolivienpartnerschaft. „Ich fand es interessant. Nachdem wir raushatten, wie dieses GPS-Gerät funktioniert, hat es auch gut geklappt“, sagt Svea Schroeder. Zurück an der Kirche sammelt Simone Kemp die Geräte wieder ein. „Die Rückmeldungen sind unterschiedlich. Aber den meisten macht es Spaß und die Jugendlichen bekommen einen ersten Einblick in das Thema Bolivienpartnerschaft“, sagt die 20-jährige Freiwillige.




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