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Pressedienst

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Mittwoch, 28. Oktober 2009

Kirchliche Räte
Schritt für Schritt mehr engagiert
Heiko Marquardsen (22) seit zwei Jahren Pfarrgemeinderat in Trier St. Paulin

Heiko Marquardsen gehört zu den rund 8000 Ehrenamtlichen im Bistum Trier, die sich in etwa 900 Pfarrgemeinderäten engagieren

Trier - Es ist Halbzeit. Nicht nur auf dem Fußballfeld ist das ein wichtiger Begriff für den ehrenamtlichen Trainer einer Kindermannschaft, Heiko Marquardsen (22) aus Trier. Halbzeit ist für den jungen Mann auch in seiner vierjährigen Amtszeit als Pfarrgemeinderat (PGR). Im November 2007 wurde der Theologiestudent von den Gemeindemitgliedern aus der Trierer Pfarrei St. Paulin zu einem ihrer Vertreter gewählt. Halbzeit: Zeit für eine Zwischenbilanz.

Heiko Marquardsen gehört zu den rund 8000 Ehrenamtlichen im Bistum Trier, die sich in etwa 900 Pfarrgemeinderäten engagieren. Nach der Umbenennung der 1965 entstandenen ‚Pfarrausschüsse’ fand 1969 die erste ‚Pfarrgemeinde’-Wahl statt. Somit feiert das Bistum Trier dieses Jahr deren vierzigjähriges Bestehen. Das ist fast doppelt so lang wie Heiko Marquardsen mit der Pfarrei St. Paulin verbunden ist. Hier ist er in den Kindergarten und in die Grundschule gegangen. „Schritt für Schritt habe ich mehr in der Pfarrei engagiert", sagt er. Vor 13 Jahren wurde er Messdiener, dann Lektor, ging in den Familiengottesdienstkreis. „Zum Pfarrgemeinderat kam ich, weil mich jemand vorgeschlagen hat. Und dann wurde ich zu meiner Freude und zu meinem Erstaunen gewählt."

Zu seinen Aufgaben als Pfarrgemeinderat gehört es, die Seelsorge in der Pfarrei zusammen mit dem Pfarrer und den übrigen hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelssogern zu gestalten. Auch wählt der Pfarrgemeinderat den Verwaltungsrat, der sich um die Finanzen der Pfarrei kümmert. Und die Mitglieder des PGR sind mitverantwortlich für besondere Aktionen und Projekte – so wie derzeit die Themenreihe der Pfarreiengemeinschaft St. Paulin und St. Martin: ‚Mit dem Sterben leben’. „Die Arbeit im Pfarrgemeinderat ist flexibel. Wenn jemand für eine bestimmte Aufgabe gesucht wird, kann man sich melden.", sagt Heiko Marquardsen. Der Student ist auch Aushilfsküster und betreut die Sternsingergruppe. Und sein Name steht auf der Liste des ‚Besuchsdienstes’ der Pfarrei, der auf Anfrage Ältere und Kranke aufsucht. Natürlich nimmt er auch regelmäßig an den Sitzungen des Pfarrgemeinderates teil, der alle ein bis zwei Monate zusammenkommt. Die Versammlung kann dabei schon einmal länger dauern. Und nicht nur dann, wenn es um besonders wichtige Fragen geht, sondern auch, wenn es zum Beispiel Meinungsverschiedenheiten in Sachen ‚Suppe’ gibt: „Einmal sollte entschieden werden, ob an Fronleichnam nach der Feier Suppe ausgeschenkt wird. Als endlich die Entscheidung gefallen war, dass es Suppe geben soll, begann eine neue Diskussion. Welche Suppe? Ich glaube es wurde Erbsensuppe", erinnert sich Marquardsen. Von solchen Erlebnissen lässt er sich nicht von seinem Engagement abhalten. Seine Freunde und Familie unterstützen ihn. „Meine Mutter ist selber in der Pfarrei sehr aktiv. Und auch viele meiner Freunde engagieren sich. Da ist das nichts Außergewöhnliches." Im Pfarrgemeinderat fühlt er sich wohl. „Obwohl ich etwas jünger bin als die anderen Mitglieder, fühle ich mich akzeptiert. Ich bin sehr gerne im Pfarrgemeinderat."

Manchmal muss er aber abwägen, welche Leidenschaft die größere ist – die für seine Kinderfußballmannschaft oder für den Pfarrgemeinderat. „In der Regel bekomme ich aber beides zeitlich gut gemanagt", sagt er. Ob Heiko Marquardsen in zwei Jahren noch einmal als Pfarrgemeinderat kandieren wird, weiß er noch nicht. Bis dahin plant er, mit seinem Theologiestudium fertig zu sein. Und vielleicht wird er dann ja auch schon bald als Pastoralreferent arbeiten.




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