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Pressedienst

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Dienstag, 3. Juli 2001

Vermischtes
Professor Balthasar Fischer beerdigt
Würdigung des Papstes – Altbischof Spital: „Eine Säule des Wissens“
Trier – Papst Johannes Paul II. hat den am 27. Juni verstorbenen 88jährigen Trierer Liturgiewissenschaftler Prälat Professor Dr. Balthasar Fischer gewürdigt. Der Trierer Diözesanadministrator Weihbischof Leo Schwarz verlas im Sterbeamt am 3. Juli in der Trierer Jesuitenkirche das Schreiben, in dem der Papst seine Trauer über den Tod Fischers ausdrückt. Fischer habe in den fast 65 Jahren seines priesterlichen Wirkens „ zahlreiche Gläubige und Theologiestudenten zur bewussten und würdigen Feier der Eucharistie geführt“, zitierte Schwarz aus dem Schreiben.
Als eine „Säule des Wissens in allen Fragen, welche die Liturgie angingen“, beschrieb der Trierer Altbischof Dr. Hermann Josef Spital den verstorbenen Liturgiewissenschaftler. In seiner Ansprache nannte Spital den Verstorbenen einen begnadeten Priester und Katecheten. Fischer habe sich bei der Neugestaltung der Liturgie nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil besonders um die erneuerte Feier der Kindertaufe verdient gemacht. Ebenso habe sein Interesse dem Erwachsenentaufritus gegolten, der in Deutschland erst jetzt langsam Fuß zu fassen beginne, in den USA dagegen schon reiche Früchte gebracht habe. Davon habe sich Fischer bei mehrfachen Gastprofessuren in Amerika persönlich überzeugt. Bei all seiner wissenschaftlichen Befähigung sei Professor Fischer ein „Mann des Volkes“ geblieben, sagte Spital. Durch seine Bücher „Was nicht im Katechismus stand“ habe er für viele Gläubige die Liturgie verständlich gemacht. Das gelte nicht nur für Deutschland. Durch die Spezialausbildung, die viele Priester aus aller Welt am Liturgischen Institut in Trier bei Professor Fischer erhalten hätten, sei seine Grundhaltung buchstäblich in die ganze Welt hinausgetragen worden. Spital erinnerte sich, dass er zwanzig Jahre nach dem Konzil 1984 auf der Synode in Rom den Einfluss Fischers auf die liturgische Erneuerung nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil deutlich erfahren habe. Aus fast allen Erdteilen habe er Bischöfe und Vor-sitzende der Liturgischen Kommission getroffen, die ihre liturgische Zusatzausbil-dung am Liturgischen Institut in Trier erhalten hatten. „Professor Fischer und das Liturgische Institut waren auf dieser Synode ein weltweit anerkannter Begriff“, sagte Spital.
Zu Beginn des Sterbeamtes hatte auch Diözesanadministrator Schwarz den Verstorbenen gewürdigt. Schwarz unterstrich die herausragende Bedeutung Professor Fischers für die Ausbildung der Priester, der Theologiestudentinnen und -studenten im Bistum Trier. Fischer sei ein „ausgezeichneter theologischer Lehrer“ und gleichzeitig ein „begnadeter Prediger“ gewesen. Sein Lebenswerk sei gewaltig. „Es hin-terlässt tiefe Spuren in unserer Trierischen Kirche, in der Kirche von Deutschland und der ganzen Welt“, sagte Schwarz.



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