Bereichsuntermenü:


 

Contentbereich:

Pressedienst

Pressedienst

Montag, 16. August 2010

Seelsorge
„Wo Himmel und Erde in Berührung kommen“
Weihbischof Peters weiht Altar in Spabrücker Wallfahrtskirche
Weihbischof Jörg Michael Peters (li.) hat im Beisein von Pater Meinulf Blechschmidt (Mi.) Weihrauch auf dem Altarstein entzündet
Weihbischof Jörg Michael Peters (li.) hat im Beisein von Pater Meinulf Blechschmidt (Mi.) Weihrauch auf dem Altarstein entzündet
Spabrücken – Weihbischof Jörg Michael Peters hat am 15. August, dem Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel, den Altar in der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt geweiht. Er nannte die Weihe am Patrozinium (Gedenktag des/der Heiligen, dem/der die Kirche geweiht ist) ein „besonderes Ereignis“, das hoffentlich auf Jahre hin Bestand habe. Die Altarweihe sei der „letzte Schritt zur vollkommenen Renovierung“ der Kirche. In den Altarstein wurde eine Reliquie der 2008 in Trier selig gesprochenen Mutter Rosa Flesch eingebracht, ehe er in einem Hohlraum im Altar befestigt wurde. Mutter Rosa ist die Gründerin der Ordensgemeinschaft der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, deren Schwestern von 1892 bis 1971 auch in Spabrücken wirkten.

In seiner Predigt sagte Weihbischof Peters, Menschen bauten Kirchen aus einer Sehnsucht und einem Streben nach dem, was das Leben wirklich reich mache, „etwas, wo Himmel und Erde in Berührung kommen“, aus einer Sehnsucht nach einem Ort, wo sie aufatmen könnten angesichts all der Fragen, die sich ihnen stellten. Das Hochfest Maria Himmelfahrt gebe Zeugnis von der Berührung des Himmels mit der Erde. In der Lesung des Tages aus der Offenbarung des Johannes werde zeichenhaft am Himmel dargestellt, was das Leben des Gottesvolkes auf der Erde präge: „Das Ringen um den Anbruch des Reiches Gottes, aber auch die Anfechtungen, die Mut und Treue verlangen.“ Peters sagte, der Christenglaube spreche von der Hoffnung, dass Gott „schon da ist, seine Herrschaft ist schon angebrochen.“ Dafür sei auch der Altar in der Mitte der Kirche ein Zeichen: „Hier wird seine Liebe zu uns lebendig.“

Die Gestalt des Altares, der vom Verwaltungsrat gemeinsam mit dem Architekten Horst Reichwein aus Elz entworfen und vom Spabrücker Schreinermeister Martin Dilly gebaut wurde, weise auf den Beginn des dritten Jahrtausends hin, dazu passe, dass er eine Reliquie einer „Seligen unserer Zeit“ enthalte. „Auch Mutter Rosa kann von Berührungen zwischen Himmel und Erde erzählen“, sagte Peters und ermutigte die Gläubigen, mit Mutter Rosa auf Maria, das „Urbild des Glaubens“ zu schauen. „Maria sieht die neue Zeit angebrochen, in der Gott seine Verheißungen wahr macht. Sie sieht und glaubt mit Leib und Seele, ohne Wenn und Aber, dass Gott eine Bedeutung hat für unser Leben, dass er eingreift, und dass er auch heute noch Menschen ergreift.“

Zu Beginn des Gottesdienstes, den der Weihbischof zusammen mit dem Pfarrer von Mariä Himmelfahrt, Pater Dr. Meinulf Blechschmidt CVR, Kooperator Thomas Lauer, Pfarrer i.R. Johannes Knepper und Diakon Burkhard Lohmer feierte, hatte Pater Meinulf an den „langen Weg“ der Kirchenrenovierung erinnert. Mit der Altarweihe sei nun das „Herzstück“ fertiggestellt. Er äußerte seine Freude darüber, dass eine Reliquie der Seligen Mutter Rosa im Altar ruhe und dankte den Waldbreitbreitbacher Franziskanerinnen für ihr „segensreiches Wirken“ in Spabrücken.

Information: Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, Am Kirchplatz 1, 55595 Spabrücken, Telefon 06706-960107, E-Mail spa_kirche@t-online.de




Diese Seite erreichen Sie unter: https://www.bistum-trier.de/goto/?7:76744