Webangebot der Pfarreiengemeinschaft St. Erasmus (Rheinböllen)


Hauptinhalt


Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen

Nahe an Gott ... Nahe an den Menschen

Liebe Schwestern und Brüder,

am Aschermittwoch sind wir in die Zeit der „heiligen vierzig Tage“ eingetreten, in denen wir uns auf das Fest der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus vorbereiten.

In diesen Tagen der Erneuerung soll mit uns eine positive Veränderung geschehen, eine Erneuerung, was ja auch immer ein Grundprinzip christlichen Lebens ist. Nun stehen wir am Beginn der Karwoche und begleiten Jesus auf dem Weg zu seinem Leiden und Sterben, ja bis zu seinem Grab. In der Osternacht erleben wir, dass die Finsternis des Todes vom Licht Christi überstrahlt und besiegt wird, und mit großer Freude nehmen wir teil am Gastmahl des Herrn, der uns „aus der Finsternis in sein wunderbares Licht“ berufen hat.

Ich lade alle herzlich ein, diesen Weg zu Christus mitzugehen: den Einzug in Jerusalem am Palmsonntag, das letzte Abendmahl am Gründonnerstag, das Leiden und Sterben des Herrn am Karfreitag und seine Grablegung. Und dann: Am Ostertag hören wir mit den Salben tragenden Frauen die frohe Botschaft des Auferstehungsengels: „Was sucht ihr den, der lebt, bei den Toten? Er ist auferstanden, kommt und seht den Ort, wohin man ihn gelegt hat!“

Christen sehen in der Osterbotschaft die Gewähr dafür, „dass am Ende das Leben über den Tod, die Wahrheit über die Lüge, die Gerechtigkeit über das Unrecht, die Liebe über den Hass und selbst über den Tod siegen wird“, so der Erwachsenen-Katechismus. „In der Entscheidung für oder gegen den Osterglauben geht es letztlich darum, ob man meint, aus seinen eigenen Möglichkeiten und denen der Welt leben zu können, oder ob man es wagt, sich im Leben und Sterben ganz auf Gott einzulassen.“ Das Gedächtnis an Leiden, Tod und Auferstehung ist der Höhepunkt des Kirchenjahres. In der Liturgie der Kirche wird das geschichtliche Heilsgeschehen vergegenwärtigt.

Das Osterfest geht auf die früheste Kirche zurück und ist das ritenreichste aller christlichen Feste. Seit dem Konzil von Nizäa (325) wird Ostern alljährlich am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert. Ostern liegt damit zwischen dem 22. März und dem 25. April. Da die orthodoxe Kirche der Kalenderreform unter Papst Gregor XIII. im Jahr 1582 nicht folgte, feiern Ost und West zumeist an unterschiedlichen Tagen.

Nirgends in der Bibel ist die Auferstehung beschrieben, nirgends ist davon die Rede, dass jemand sie beobachtet hat. Es gibt aber Berichte über Erscheinungen des auferstandenen Jesus, über die Auffindung des Leeren Grabes und die Verkündigung eines Engels von der Auferstehung. Christen ist die Auferstehung Jesu Gewähr dafür, „dass am Ende das Leben über den Tod, die Wahrheit über die Lüge, die Gerechtigkeit über das Unrecht, die Liebe über den Hass und selbst den Tod siegen wird“, wie es im Erwachsenen-Katechismus der Deutschen Bischofskonferenz heißt.

Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest!

Thomas Schneider, Pfr.